Komplexe Multisystemerkrankung mit mitochondrialer Dimension

Bei Erschöpfungszuständen wie ME/CFS und Long COVID ist der Energiehaushalt oft massiv gestört. Die Betroffenen erleben eine tiefgreifende Erschöpfung, die sich durch Ruhe nicht bessert.
Die integrative Mitochondrientherapie setzt hier an: Sie verändert fundamental die Art und Weise, wie der Körper Energie gewinnt.
Diese metabolische Umstellung geschieht behutsam, Schritt für Schritt, im individuellen Tempo und mit Blick auf die Belastungsgrenzen der Betroffenen.
ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) und Long Covid sind komplexe Multisystemerkrankungen, die mehrere Organsysteme gleichzeitig betreffen können. Eine eindeutige, einheitliche Diagnostik existiert derzeit nicht; es werden verschiedene klinische Kriterien angewendet, und über die genauen Ursachen wird intensiv geforscht.
Hinweise aus der aktuellen Forschung deuten darauf hin, dass Veränderungen in der mitochondrialen Funktion, im Energiestoffwechsel und bei oxidativem Stress an der Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptome beteiligt sein können.
Immer wieder wird behauptet, ME/CFS oder Long COVID seien vor allem psychische Erkrankungen. Dieser Sichtweise widerspreche ich entschieden. Diese Einordnung hat historisch viel Schaden angerichtet.
Der Blick auf die Mitochondrien und die „Metabolic Psychiatry" bietet hier jedoch eine wichtige Perspektive: Sowohl klassische psychische Beschwerden als auch ME/CFS & Long COVID könnten auf denselben metabolischen Störungen beruhen – wie Mitochondriendysfunktionen, Insulinresistenz oder chronischen Entzündungsprozessen.
Das bedeutet nicht, dass ME/CFS eine psychische Erkrankung ist. Es bedeutet vielmehr, dass wir bei beiden die biologischen, metabolischen Grundlagen verstehen müssen. Die alte Trennung zwischen „körperlich" und „psychisch" wird der Komplexität dieser Erkrankungen nicht gerecht.
Im Rahmen des Kurses werden u. a. folgende Ziele verfolgt:
Die Therapie ersetzt keine spezialisierten medizinischen Behandlungen, kann diese aber sinnvoll ergänzen.
Gemeinsam besprechen wir, ob und wie die integrative Mitochondrientherapie geeignet wäre.